Häufig gestellte Fragen (FAQs)
1. Ich habe Mifegyne genommen und möchte die Schwangerschaft jetzt doch fortsetzen – kann mir noch jemand helfen?
Ja: Wenn Sie Mifegyne (Mifepriston) eingenommen haben und Ihre Schwangerschaft fortsetzen möchten, kann unter ärztlicher Betreuung Progesteron eingesetzt werden, um der Wirkung von Mifepriston entgegenzuwirken und die Schwangerschaft zu retten. Die Behandlung mit Progesteron sollte möglichst früh nach der Einnahme von Mifegyne beginnen.
Nach rechtzeitiger Progesteronbehandlung unter ärztlicher Begleitung wurden Schwangerschaften erfolgreich fortgesetzt und gesunde Kinder geboren.[1]
Je früher Sie handeln, desto besser. Warten Sie nicht ab. Wir helfen Ihnen dabei, schnell die passende medizinische Unterstützung zu bekommen: +49 178 1019846
2. Ist es zu spät, wenn ich Mifegyne schon gestern oder vor ein paar Tagen genommen habe?
Geben Sie nicht auf, nur weil einige Stunden oder Tage vergangen sind. Lassen Sie Ihre Situation möglichst rasch medizinisch beurteilen. Sagen Sie uns, wann Sie Mifegyne eingenommen haben und ob Sie bereits Misoprostol eingenommen haben.
Eine medizinische Fachperson kann Ihre Situation beurteilen und mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen. +49 178 1019846
3. Was kann jetzt medizinisch getan werden, wenn ich die Schwangerschaft fortsetzen möchte?
Wenn Sie Mifegyne (Mifepriston) eingenommen haben und die Schwangerschaft fortsetzen möchten, kann unter ärztlicher Betreuung Progesteron eingesetzt werden. Progesteron ist das körpereigene Hormon, das für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft wichtig ist. Es wirkt der Blockade des Progesteronrezeptors durch Mifepriston entgegen und unterstützt die Schwangerschaft.
Wichtig ist, möglichst schnell zu handeln. Eine medizinische Fachperson kann Ihre Situation beurteilen und die weitere Behandlung mit Ihnen besprechen: +49 178 1019846
4. Kann mein Baby trotz Mifegyne gesund zur Welt kommen?
Ja. Eine einmalige Einnahme von Mifegyne (Mifepriston) bedeutet nicht, dass Ihr Kind geschädigt ist. Wenn Sie Mifepriston eingenommen haben, Ihre Schwangerschaft aber fortsetzen möchten, gibt es keinen Grund anzunehmen, dass Ihr Kind allein durch die Einnahme zwangsläufig geschädigt wurde. Studien zu fortbestehenden Schwangerschaften nach Mifepriston haben kein Fehlbildungsmuster gezeigt.[2]
Wenn Sie die Schwangerschaft fortsetzen möchten, handeln Sie jetzt. Eine möglichst frühzeitige medizinische Betreuung ist wichtig: +49 178 1019846
5. Was ist Progesteron und warum wird es nach Mifegyne eingesetzt?
Progesteron ist ein lebenswichtiges, körpereigenes Hormon. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut vor und sichert den Erhalt einer stabilen Schwangerschaft. Der in Mifegyne enthaltene Wirkstoff Mifepriston blockiert gezielt die Progesteronrezeptoren und unterbricht so diesen natürlichen Schutz. Bei einer medikamentösen Umkehrtherapie wird dem Körper gezielt Progesteron zugeführt. Dies dient dazu, die Blockade durch Mifepriston zu lösen und den Fortlauf der Schwangerschaft aktiv zu fördern. Diese Hormonbehandlung ist medizinisch bewährt und wird seit vielen Jahrzehnten erfolgreich in der Schwangerschaftsvorsorge angewandt.[3]
Ergreifen Sie jetzt die Initiative: +49 178 1019846
6. Wie lange muss ich Progesteron nehmen?
Die Dauer der Progesteronbehandlung wird individuell ärztlich festgelegt und richtet sich nach dem Schwangerschaftsverlauf. Weitere Sicherheit geben insbesondere Ultraschalluntersuchungen, um die Entwicklung der Schwangerschaft zu überprüfen.
Lassen Sie sich individuell beraten: +49 178 1019846
7. Wo bekomme ich sofort Hilfe?
Wenn Sie Mifegyne genommen haben und die Schwangerschaft jetzt fortsetzen möchten, können wir Ihnen dabei helfen, schnell medizinische Unterstützung zu finden. Halten Sie möglichst bereit: wann Sie Mifegyne eingenommen haben, ob und wann Sie Misoprostol eingenommen haben, wie weit Ihre Schwangerschaft ist, ob Sie bereits Blutungen oder Schmerzen haben.
Warten Sie nicht. Je früher Sie sich melden, desto schneller kann Ihre Situation medizinisch beurteilt werden. +49 178 1019846
8. Ich bereue, die Abtreibungspille eingenommen zu haben. Ich möchte mein Baby behalten, aber wie soll ich das allein und ohne Unterstützung schaffen? Wer hilft mir?
Wenn Sie die Einnahme der Abtreibungspille bereuen und Ihr Baby behalten möchten, aber Angst haben, allein und ohne ausreichende Unterstützung dazustehen, müssen Sie mit Ihren Sorgen nicht allein bleiben. Wir nehmen uns Zeit für persönliche Gespräche über Ihre Lebenssituation, Ihre Ängste und die Herausforderungen, vor denen Sie stehen. Gemeinsam besprechen wir Ihre Möglichkeiten und unterstützen Sie dabei, einen Weg zu finden, der zu Ihnen und Ihrer Situation passt. Auch bei äußerem Druck sowie familiären oder partnerschaftlichen Konflikten stehen wir Ihnen zur Seite.
Unsere Unterstützung richtet sich ganz nach Ihrer individuellen Situation. Wir hören Ihnen nicht nur zu, sondern suchen gemeinsam mit Ihnen nach konkreten Hilfsmöglichkeiten, die Ihnen und Ihrem Kind eine Perspektive geben können.
Je nach persönlicher Situation und den verfügbaren Möglichkeiten kann beispielsweise geprüft werden, ob eine Unterstützung bei den Kosten für die Kinderbetreuung, Hilfe bei der Wohnungssuche, ein Mietzuschuss, ein zinsloses Darlehen für ein größeres Familienauto oder ein Zuschuss zum Umbau beziehungsweise Ausbau Ihres Hauses infrage kommen. Auch Schwangerschafts- und Babykleidung oder eine Paarberatung können mögliche Unterstützungsangebote sein. Welche Hilfen im Einzelfall möglich sind, besprechen wir persönlich mit Ihnen.
Sie müssen nicht schon wissen, wie Sie alles allein schaffen sollen. Wenn finanzielle Sorgen, eine unsichere Wohnsituation oder fehlende Unterstützung die Zukunft mit Ihrem Baby schwierig erscheinen lassen, schauen wir gemeinsam mit Ihnen nach Lösungen und Möglichkeiten, die Sie entlasten können. Melden Sie sich bei uns – Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen. Wir hören Ihnen zu, nehmen Ihre Sorgen ernst und überlegen gemeinsam mit Ihnen, welche konkrete Unterstützung Ihnen helfen kann, Ihrem Baby eine gute Perspektive zu geben. Sie erreichen uns unter +49 178 1019846
Wissenschaftliche Studien
[1]
Delgado G. & Davenport M. L.: Progesterone Use to Reverse the Effects of Mifepristone. The Annals of Pharmacotherapy. 2012, 46 (12), e36.
Bernard N., Elefant E., Carlier P., Tebacher M., Barjhoux C. E., Bos-Thompson M. A., Amar E., Descotes J., Vial T.: Continuation of pregnancy after first-trimester exposure to mifepristone: an observational prospective study. BJOG: An International Journal of Obstetrics & Gynaecology. 2013, 120 (5): 568–574
Garratt D. & Turner J. V.: Progesterone for preventing pregnancy termination after initiation of medical abortion with mifepristone. The European Journal of Contraception & Reproductive Health Care. 2017, 22 (6): 472–475.
Davenport M. L., Delgado G., Harrison M. P., Khauv V.: Embryo survival after mifepristone: a systematic review of the literature. Issues Law Med. 2017;32(1): 3–18.
Delgado G., Condly S. J., Davenport M., Tinnakornsrisuphap T., Mack J., Khauv V., Zhou P. S.: A Case Series Detailing the Successful Reversal of the Effects of Mifepristone Using Progesterone. Issues in Law & Medicine. 2018, 33 (1): 21–31.
Creinin M. D., Hou M. Y., Dalton L., Steward R., Chen M. J.: Mifepristone Antagonization With Progesterone to Prevent Medical Abortion: A Randomized Controlled Trial. Obstetrics & Gynecology. 2020, 135 (1): 158–165.
Stifani B. M, Lavelanet A. F.: Reversal of medication abortion with progesterone: a systematic review. BMJ Sex Reprod Health. 2023, 50 (1): 43–52.
De Beasi P. L. C.: Mifepristone Antagonization with Progesterone to Avert Medication Abortion: A Scoping Review. The Linacre Quartely. 2023, 90 (4): 395–407.
Camilleri C. & Sammut S.: Progesterone-mediated reversal of mifepristone-induced pregnancy termination in a rat model: an exploratory investigation. Scientific Reports. 2023, 13 (1), 10942.
Turner J. V., Garratt D., McLindon L. A., Barwick A., Spark M. J.: Progesterone after mifepristone: A pilot prospective single arm clinical trial for women who have changed their mind after commencing medical abortion. Journal of Obstetrics and Gynaecology Research. 2024, 50 (2):182–189
Delgado G, Sammut S, Wu C. J., Javier A, Grauerholz K, Calhoun B., 2026: A Retrospective Cohort Study Evaluating the Effectiveness and Safety of Exogenous Progesterone for the Continuation of Pregnancy After Exposure to Mifepristone. The Linacre Quarterly. 2026 Jun. 24.
[2]
Turner, J. V., Garratt, D., Barwick, A., McLindon, L. A., Spark, M. J., & Smith, A.: Congenital and fetal effects after mifepristone exposure and continuation of pregnancy: A systematic review. Clinical Pharmacology & Therapeutics. 116 (5): 1207–1216.Katalinic, A., Noftz, M. R., Garcia-Velasco, J. A., Shulman, L. P., van den Anker, J. N., & Strauss, J. F. III.: No additional risk of congenital anomalies after first-trimester dydrogesterone use: A systematic review and meta-analysis. Human Reproduction Open. 2024 (1).
[3]
Romero R., Nicolaides K., Conde-Agudelo A., et al.: Vaginal progesterone in women with an asymptomatic sonographic short cervix in the midtrimester decreases preterm delivery and neonatal morbidity: a systematic review and metaanalysis of individual patient data. American Journal of Obstetrics and Gynecology. 2012, 206 (2): 124.e1–124.e19.
Norman J. E. et al.: Vaginal progesterone prophylaxis for preterm birth (the OPPTIMUM study): a multicentre, randomised, double-blind trial. The Lancet. 2016, 387: 2106–2116.
Romero R., Conde-Agudelo A., Da Fonseca E., et al.: Vaginal progesterone decreases preterm birth ≤34 weeks of gestation in women with a singleton pregnancy and a short cervix: an updated meta-analysis including data from the OPPTIMUM study. Ultrasound in Obstetrics & Gynecology. 2016, 48 (3): 308–317.
EPPPIC Group: Evaluating Progestogens for Preventing Preterm birth International Collaborative (EPPPIC): meta-analysis of individual participant data from randomised controlled trials. The Lancet. 2021, 397: 1183–1194.
Romero R., Conde-Agudelo A., da Fonseca E., O'Brien J. M., Creasy G. W., Hassan S. S., Nicolaides K. H.: Vaginal progesterone reduces the risk of preterm birth and adverse perinatal outcomes in singleton gestations with a midtrimester sonographic short cervix (≤25 mm): an updated individual patient data meta-analysis. American Journal of Obstetrics and Gynecology. 2025, 233 (1): e1–e5.
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